Andrzej Dera

Andrzej Mikołaj Dera (* 10. September 1961 in Ostrów Wielkopolski) ist ein polnischer Jurist, Politiker, Kommunalpolitiker und seit 2005 Abgeordneter des Sejm in der V. und VI. Wahlperiode.
Er beendete das Studium der Rechtswissenschaften an der Adam-Mickiewicz-Universität Posen. Bis 1998 war er in der kommunalen Selbstverwaltung angestellt. In den Jahren 1999 bis 2002 war er Starost des Powiat Ostrowski (Großpolen). Später arbeitete er in einer privaten Kapitalgesellschaft. Von 1998 bis 2005 war er Kreisrat dieses Powiats.
Bei den Parlamentswahlen 2005 wurde er mit 7.520 Stimmen über die Liste der Prawo i Sprawiedliwość (Recht und Gerechtigkeit – PiS) für den Wahlkreis 36 Kalisz in den Sejm gewählt. Bei den Parlamentswahlen 2007 errang er mit 13.190 Stimmen erneut ein Abgeordnetenmandat für die PiS. Er ist Stellvertretender Vorsitzender der Sejm Kommissionen für Gesetzgebung und Mitglied der Kommission für Verfassungsverantwortung.
Vom 10. Juli 2007 bis zum 4. November 2007 war er Mitglied des Rates für den Öffentlichen Dienst.

Homosexualität in Argentinien

Homosexualität ist in Argentinien gesellschaftlich weitgehend akzeptiert und in der Hauptstadt Buenos Aires befindet sich eine größere LGBT-Community. Homosexuelle Handlungen sind in Argentinien legal. Das Schutzalter liegt einheitlich bei 13 Jahren.

Auf Bundesebene bestehen keine Antidiskriminierungsgesetze zum Schutz der sexuellen Orientierung. In der Hauptstadt Buenos Aires und der Stadt Rosario hingegen sind kommunale Antidiskriminierungsvorschriften vorhanden.
Seit 2003 können gleichgeschlechtliche Paare eine eingetragene Partnerschaft in der Autonomen Stadt Buenos Aires, Río Negro und in den Städten Villa Carlos Paz und Río Cuarto in der Provinz Córdoba eingehen. Diese Partnerschaften geben weitgehend die gleichen Rechte wie eine Ehe. Eine gemeinschaftliche Adoption hingegen ist nicht möglich. Landesweit werden in einem Erlass ab Ende 2008 gleichgeschlechtliche Paare, die mindestens 5 Jahre zusammengelebt haben, in der Rentenversicherung anerkannt.
Ende Dezember 2009 heiratete das erste homosexuelle Paar in Ushuaia. Das Paar Alex Freye und Jose Maria di Bello ging als erstes Paar in Südamerika die gleichgeschlechtliche Ehe ein.
Am 5. Mai 2010 befürwortete das argentinische Parlament die landesweite Einführung der gleichgeschlechtlichen Ehe. Das Gesetz zur Eheöffnung wurde ebenso im argentinischen Senat von den Senatoren mehrheitlich angenommen. Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner unterzeichnete das Gesetz am 21. Juli 2010.
Bis in die 1980er Jahre wurden homosexuelle Menschen in Argentinien unterdrückt und waren Schikanen der Polizei ausgesetzt. Insbesondere zur Zeit der Militärdiktatur von 1976 bis 1983 herrschte im ganzen Land ein Unterdrückungssystem des Militärs, das auch homosexuelle Menschen massiv verletzte. Seit dem Ende der Diktatur in Argentinien und der Demokratisierung des Landes verbesserte sich die Situation für homosexuelle Menschen stetig. In der Hauptstadt Buenos Aires besteht eine LGBT-Community und Organisationen wie Communidad Homosexual Argentina setzen sich für die Rechte homosexueller Menschen im Lande ein.
Antigua und Barbuda | Argentinien | Bahamas | Barbados | Belize | Bolivien | Brasilien | Chile | Costa Rica | Dominica | Dominikanische Republik | Ecuador | El Salvador | Grenada | Guatemala | Guyana | Haiti | Honduras | Jamaika | Kanada | Kolumbien | Kuba | Mexiko | Nicaragua | Panama | Paraguay | Peru | St. Kitts und Nevis | St. Lucia | St. Vincent und die Grenadinen | Suriname | Trinidad und Tobago | Uruguay | Venezuela | Vereinigte Staaten
Afrika | Asien | Europa | Ozeanien

Stefan Lövgren

Stefan Lövgren am 11. August 2007 beim Schlecker Cup
Stand: Nationalmannschaft 5. Oktober 2008
Stefan Lövgren (* 21. Dezember 1970 in Partille) ist ein ehemaliger schwedischer Handballspieler. Er spielte zuletzt auf der Position Rückraum Mitte beim THW Kiel.

Lövgren begann mit sieben Jahren das Handballspielen beim schwedischen Verein Skepplanda BTK und schloss sich 1990 Redbergslids IK Göteborg an. Im Jahr 1998 wechselte der Rechtshänder zum deutschen Bundesligisten TV Niederwürzbach. Ab 1999 spielte der gelernte Kaufmann für Bürokommunikation beim Ligarivalen THW Kiel, für den er bis 2009 aktiv war. In Kiel war Lövgren zwischen 2001 und 2009 der Mannschaftskapitän und wurde nach seinem Karriereende dort zum Ehrenspielführer ernannt. Der Löwe hält beim THW die Rekorde für die meisten verwandelten Siebenmeter in einem Spiel (10) und die meisten Tore in einem Spiel (18/8).
Sein Länderspiel-Debüt gab Lövgren am 23. Oktober 1993 in der EM-Qualifikation. Bis zu seinem Rücktritt aus der schwedischen Nationalmannschaft, den er am 31. Juli 2006 bekannt gab, absolvierte er 268 Länderspiele, in denen er 1138 Tore warf. Er war von 2001 bis 2006 Mannschaftskapitän der Nationalmannschaft.
Nach seiner Karriere bildet er an einem Sportgymnasium in Uddevalla den Nachwuchs aus und arbeitet in einer mit Martin Schmidt gegründeten Sportagentur. Zudem ist er als Botschafter für die EHF tätig. Des Weiteren kommentiert er gelegentlich Bundesligaspiele für den schwedischen Fernsehsender TV4.
Aus seiner Ehe mit Ann-Sophie Claesson sind ein Sohn und eine Tochter hervorgegangen.

Geir Einang

Geir Einang (* 8. März 1965 in Øvre Årdal) ist ein früherer norwegischer Biathlet.
Geir Einang war für Vestre Slidre Idrettslag aktiv. Er gehörte in der zweiten Hälfte der 1980er und zu Beginn der 1990er Jahre zur norwegischen Biathlonspitze und zur erweiterten Weltspitze des Sports. Erstes Großereignis wurden die Biathlon-Weltmeisterschaften 1986 am Holmenkollen in Oslo, wo er 26. des Sprints und mit Gisle Fenne, Eirik Kvalfoss und Øivind Nerhagen Staffel-Fünfter wurde. Es folgten die Olympischen Winterspiele 1988 in Calgary, bei denen der Norweger Elfter im Sprint und mit Frode Løberg, Fenne und Kvalfoss Sechster im Staffelrennen wurde. 1989 gewann Einang bei der Weltmeisterschaft in Feistritz an der Drau mit Sylfest Glimsdal, Fenne und Kvalfoss im Staffelrennen mit Bronze seine erste internationale Medaille. Zudem wurde er 27. im Sprintrennen und 44. des Einzels. Die durch Wetterkapriolen behinderten Biathlon-Weltmeisterschaften 1990 brachten zunächst einen 38. Platz im Einzel am ursprünglichen WM-Ort Minsk. Beim Mannschaftsrennen kam er in Oslo mit Løberg, Sverre Istad und Fenne auf den sechsten Platz. Das Staffelrennen konnte erst in Kontiolahti ausgetragen werden, wo er mit Fenne, Løberg und Kvalfoss die Bronzemedaille gegen die DDR nur um weniger als vier Sekunden verpasste und Vierter wurde. Seine letzten Weltmeisterschaften lief Einang 1991 in Lahti, wo er mit Kvalfoss, Jon Åge Tyldum und Fenne erneut Staffel-Bronze gewann. Im Sprint wurde er Fünfter, im Einzel Sechster. Letztes Großereignis wurden die Olympischen Winterspiele 1992 von Albertville, wo Einang in allen drei Rennen zum Einsatz kam. Mit Rang 66 im Sprint und Platz 36 im Einzel konnte er die Ergebnisse der WM des Vorjahres nicht bestätigen und wurde mit Løberg, Fenne und Kvalfoss als Startläufer der Staffel Fünfter. Im Biathlon-Weltcup konnte er regelmäßig die Punkteränge erreichen, immer wieder kam er auch unter die besten Zehn. Bei einem Sprint erreichte er als Drittplatzierter 1988 eine Podiumsplatzierung.
National gewann Einang zwischen 1986 und 1992 14 Medaillen. Zweimal konnte er norwegische Meistertitel gewinnen. Bei den Meisterschaften 1988 in Tingvoll und Dombås gewann er den Titel im Sprintrennen, 1992 mit Ola Staxrud, Ivar Ulekleiv und Sylfest Glimsdal als Vertretung der Region Oppland in Skrautvål im Staffelrennen.
Die Tabelle zeigt alle Platzierungen (je nach Austragungsjahr einschließlich Olympische Spiele und Weltmeisterschaften).

Pirchkogel

Der Pirchkogel von Südosten
Der Pirchkogel (oder auch Pirchkogl) ist ein 2828 m hoher Berg in den Stubaier Alpen in Tirol. Er gilt als guter Aussichtspunkt.
Der Pirchkogel erhebt sich nördlich von Kühtai (2017 m) und der direkt an der Straße über den Kühtaisattel gelegenen Dortmunder Hütte (1948 m). Er umrahmt mit seinen Gratausläufern, den östlich liegenden Irzwänden (2757 m) und dem südlich liegenden Grießkogel (Vorderer 2666 m und Hinterer Grießkogel 2673 m) ein Plateau, welches als Schwarzmoos bezeichnet wird.
Hier befinden sich vier kleine Bergseen, darunter der Gossenköllesee auf 2413 m, bis zu denen sich das Skigebiet Kühtai vom Tal herauf erstreckt. Bis zum Jahr 2014 war mit 85 ha das kleinste österreichische UNESCO-Biosphärenreservat im Bereich der Seen ausgewiesen, mit Langzeitforschung zur Gewässerökologie der Universität Innsbruck. Wegen der geringen Größe und der von der Verwaltung nicht vorgenommenen Zonierung in Kern-, Puffer- und Entwicklungszone erfüllte dieses 1977 zu den ersten Biosphärenparks in Österreich zählende Gebiet die neuen Kriterien nicht mehr, die Österreichische UNESCO-Kommission erkannte dem Gebiet diesen Status ab. Gewässermonitoring und -forschung, welche bereits 1933 begonnen worden war, werden mit der am 9 m tiefen Gossenköllesee gelegenen limnologischen Forschungsstation fortgeführt. Forschungsergebnisse beziehen sich auf die wechselnden Wachstumsbedingungen in der hochalpinen Landschaft infolge der Klimaschwankungen der letzten 800 Jahre. Die Sedimentproben spiegeln auch den höheren Nährstoffeintrag durch die im Mittelalter ab dem Jahr 1670 intensivierte Weidewirtschaft mit Schafen und Rindern nahe dem See wider (Schwaighof), die veränderten Mineralien im Seeboden weisen auf den Besatz mit Bachforellen (Salmo trutta morpho fario) bereits seit dieser Zeit hin.
Mehrere Wege führen zum Gipfel des Pirchkogels: Der Weg über den auch Schafjoch genannten Nordwestrücken kann von Silz über die Silzer Alm oder von Ochsengarten erreicht werden. Von Stams führt ein Anstieg über das nordöstlich vom Gipfel hinabziehende Schneetal. Der beliebteste und kürzeste Weg ist der südostseitige Steig von Kühtai aus. Alle diese Routen sind im Winter auch beliebte Schitouren.
Am Pirchkogel steht nur eine Signalstange aber kein Gipfelkreuz. Es ist etwas weiter unten am Marlstein zu finden, wo man es vom Westen und Norden aus sehen kann.

Fußball-Sportbereichsklasse Donau-Alpenland 1943/44

Die Gauliga Donau-Alpenland 1943/44 war die Fußballmeisterschaft im annektierten Österreich 1943/44 und wurde im Rahmen der Gauliga Donau-Alpenland ausgetragen. Der Gewinner der Gauliga darf seinen gewonnenen Titel als Österreichischen Meistertitel führen. Der Meister der damaligen Ostmark war zudem zur Teilnahme an der Endrunde um die deutsche Fußball-Meisterschaft berechtigt.

Die Vienna konnte zum dritten Mal in Folge Meister der Gauliga und zum insgesamt 5. Mal Österreichischer Meister werden. SK Amateure Steyr beendete am 20. April 1944 vorzeitig den Spielbetrieb mit 3 Punkten aus 14 Spielen. Die betroffenen Spiele wurden annulliert. Der Verein schloss sich noch während der Spielsaison mit dem SK Vorwärts Steyr zum FC Steyr zusammen und spielte in der verbleibenden Zeit in der Oberdonauer 1. Klasse. Dies bedeutete, dass nur eine Mannschaft, anstatt von zwei, absteigen musste. Der Luftwaffensportverein Markersdorf wurde jedoch mit Saisonende aufgelöst, sodass dem Tabellenletzten, dem Wiener Sport-Club, der Abstieg erspart blieb. So gab es keinen Absteiger in dieser Spielsaison.

Torschützenkönig der Saison wurde Karl Decker von der Vienna mit 32 Treffern in 16 Spielen. Zudem schoss er weitere fünf Tore in den annullierten Spielen gegen SK Amateure Steyr.
Aufsteiger
Der First Vienna FC nahm als Vertreter der Gauliga an der deutschen Meisterschaft teil. Dieser wurde im Pokalmodus ausgetragen. In der ersten Runde um die letzte deutsche Kriegsmeisterschaft schlugen die Döblinger den MSV Brünn auswärts mit 6:3. Im Achtelfinale trafen sie auf den STC Hirschberg aus Schlesien und gewannen das Spiel im Praterstadion mit 5:0. Im Viertelfinale traf die Vienna auf den Dresdner SC. Die Begegnung fand auswärts in Dresden statt und endete mit einem knappen 3:2-Heimerfolg der Sachsen. Dies war bislang das schlechteste Abschneiden einer österreichischen Mannschaft in einer deutschen Meisterschaft.

Es gab keine einheitliche zweite Spielstufe. Die Meister der beiden 1. Wiener Klassen A und B durften in dieser Saison um einen Aufstiegsplatz spielen. Die Aufstiegsrunde erwies sich jedoch als belanglos, da durch den freiwilligen Rückztug zweier Mannschaften aus der Gauliga, der Verlierer, SC Rapid Oberlaa, nachrücken durfte.

Die „FG Steyr“ („Fußballgemeinschaft Steyr“) war eine Spielgemeinschaft der Vereine SK Vorwärts Steyr und SK Amateure Steyr, die kriegsbedingt während der Saison (im April 1944) beschlossen wurde.

Die Meisterschaft in der Steiermark wurde in zwei Gruppen (A und B) gespielt. Der Meister wurde in einem Entscheidungsspiel zwischen den Gruppensiegern ermittelt.

Erste Klasse (ausgerichtet vom Niederösterreichischen Fußball-Verband): 1911/12 ∙ 1912/13 ∙ 1913/14 ∙ 1914/15 ∙ 1915/16 ∙ 1916/17 ∙ 1917/18 ∙ 1918/19 ∙ 1919/20 ∙ 1920/21 ∙ 1921/22 ∙ 1922/23
Erste Klasse (Wiener Fußballverband): 1923/24 ∙ 1924/25 ∙ 1925/26 ∙ 1926/27 ∙ 1927/28 ∙ 1928/29 ∙ 1929/30 ∙ 1930/31 ∙ 1931/32 ∙ 1932/33 ∙ 1933/34 ∙ 1934/35 ∙ 1935/36
Nationalliga (Wiener Fußballverband): 1936/37 ∙ 1937/38
Gauliga (NS-Zeit): 1938/39 ∙ 1939/40 ∙ 1940/41 ∙ 1941/42 ∙ 1942/43 ∙ 1943/44 ∙ 1944/45
Liga (Wiener Fußballverband): 1945/46 ∙ 1946/47 ∙ 1947/48 ∙ 1948/49
Staatsliga (gesamtösterreichisch): 1949/50 ∙ 1950/51 ∙ 1951/52 ∙ 1952/53 ∙ 1953/54 ∙ 1954/55 ∙ 1955/56 ∙ 1956/57 ∙ 1957/58 ∙ 1958/59 ∙ 1959/60 ∙ 1960/61 ∙ 1961/62 ∙ 1962/63 ∙ 1963/64 ∙ 1964/65
Nationalliga: 1965/66 ∙ 1966/67 ∙ 1967/68 ∙ 1968/69 ∙ 1969/70 ∙ 1970/71 ∙ 1971/72 ∙ 1972/73 ∙ 1973/74
Bundesliga: 1974/75 ∙ 1975/76 ∙ 1976/77 ∙ 1977/78 ∙ 1978/79 ∙ 1979/80 ∙ 1980/81 ∙ 1981/82 ∙ 1982/83 ∙ 1983/84 ∙ 1984/85 ∙ 1985/86 ∙ 1986/87 ∙ 1987/88 ∙ 1988/89 ∙ 1989/90 ∙ 1990/91 ∙ 1991/92 ∙ 1992/93 ∙ 1993/94 ∙ 1994/95 ∙ 1995/96 ∙ 1996/97 ∙ 1997/98 ∙ 1998/99 ∙ 1999/2000 ∙ 2000/01 ∙ 2001/02 ∙ 2002/03 ∙ 2003/04 ∙ 2004/05 ∙ 2005/06 ∙ 2006/07 ∙ 2007/08 ∙ 2008/09 ∙ 2009/10 ∙ 2010/11 ∙ 2011/12 ∙ 2012/13 ∙ 2013/14 ∙ 2014/15 ∙ 2015/16
Meisterschaftsendrunde Gauligen:  Baden | Bayern | Berlin-Brandenburg | Böhmen-Mähren | Danzig-Westpreußen | Donau-Alpenland | Elsaß | Generalgouvernement | Hamburg | Hessen-Nassau | Köln-Aachen | Kurhessen | Mecklenburg | Mitte | Moselland | Niederrhein | Niederschlesien | Oberschlesien | Osthannover | Ostpreußen | Pommern | Sachsen | Schleswig-Holstein | Sudetenland | Südhannover-Braunschweig | Wartheland | Weser-Ems | Westfalen | Westmark | Württemberg

Martin Gillo

Martin Waldemar Gillo (* 23. März 1945 in Leipzig) ist ein deutsch-US-amerikanischer Sozialpsychologe, Wirtschaftsmanager und Politiker (CDU). Er war von 2004 bis 2014 Mitglied des Sächsischen Landtags und von 2009 bis 2014 Sächsischer Ausländerbeauftragter. Von Mai 2002 bis November 2004 war er Sächsischer Staatsminister für Wirtschaft und Arbeit.

Gillo wuchs ab 1946 in Delmenhorst auf, wo er 1965 das Abitur machte. Nach seinem Wehrdienst studierte er bis 1972 Psychologie an der Universität Hamburg und der University of Kansas, außerdem absolvierte er ein Fulbright-Studium der Sozialpsychologie. Gillo schloss diese 1970 als Master of Arts und 1973 als Doctor of Philosophy (PhD) ab.
Von 1972 bis 1974 war er Projektleiter für Organisationsforschung (Research Associate/Research Assistant Professor) an der University of Washington in Seattle. Von 1974 bis 1980 war er Managementberater bei Hay Associates/Hay Unternehmensberatung in Frankfurt am Main und San Francisco und anschließend bis 1996 bei AMD in Sunnyvale (Kalifornien), Genf und Dresden tätig. Von 1996 bis 2002 war er Personalchef von AMD Saxony Manufacturing GmbH in Dresden.
Am 16. April 2010 wurde Gillo zum Gastprofessor für Sozial- und Organisationspsychologie an der TU Bergakademie Freiberg bestellt.
Gillo ist verheiratet, hat drei Kinder und ist sowohl deutscher als auch US-amerikanischer Staatsbürger.
Vom 2. Mai 2002 bis zum 11. November 2004 war Gillo Sächsischer Staatsminister für Wirtschaft und Arbeit im ersten Kabinett von Georg Milbradt (Kabinett Milbradt I). Seit 2003 ist Gillo Mitglied der CDU.
Bei der Landtagswahl im Jahr 2004 zog Martin Gillo über ein Direktmandat im Wahlkreis Freiberg 2 für die sächsische CDU in den Landtag ein, das er bei der Wahl 2009 verteidigte. Seit Februar 2006 war Gillo stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für Wissenschaft und Hochschule, Kultur und Medien. Zusätzlich war er Mitglied im Ausschuss für Geschäftsordnung und Immunitätsangelegenheiten und in der Enquetekommission „Demografische Entwicklung und ihre Auswirkungen auf die Lebensbereiche der Menschen im Freistaat Sachsen sowie ihre Folgen für die politischen Handlungsfelder“ des Sächsischen Landtags.
Am 19. November 2009 wurde Gillo von der sächsischen CDU-Fraktion als Ausländerbeauftragter nominiert und am 9. Dezember 2009 vom Landtag in dieses Amt gewählt. Bei der Landtagswahl am 31. August 2014 verzichtete Gillo auf eine erneute Kandidatur und schied folglich aus dem Landtag aus.
1919–1933: Albert Schwarz | Alfred Fellisch | Fritz Heckert | Alfred Fellisch | Hermann Müller | Walter Woldemar Wilhelm | Friedrich Krug von Nidda und von Falkenstein | Hans R. Hedrich
1933–1945: Georg Lenk | Georg Schmidt
1945–1952: Richard Woldt | Fritz Selbmann | Walter Gäbler / Fritz Selbmann | Alfred Fellisch | Gerhart Ziller
seit 1990: Kajo Schommer | Martin Gillo | Thomas Jurk | Sven Morlok | Martin Dulig
Kajo Schommer | Martin Gillo | Thomas Jurk | Sven Morlok | Martin Dulig
Heiner Sandig (1992–2004) | Friederike de Haas (2004–2009) | Martin Gillo (2009–2014) | Geert Mackenroth (seit 2014)

Donnus Nicolaus Germanus

Donnus Nicolaus Germanus (* ca. 1420; † ca. 1490) war ein Kosmograf und Astrologe. 1477 stellte er für die Vatikanische Bibliothek einen Himmels- sowie einen Erdglobus her. Der Erdglobus datiert damit 15 Jahre vor dem „Erdapfel“ von Martin Behaim.

Über das Leben von Nicolaus Germanus ist nur bekannt, dass er in Florenz lebte. Der Vorname Nicolaus sowie sein Nachname legen nahe, dass er deutscher Herkunft war. Von ihm stammen elf Manuskripte auf Pergament aus dem dritten Viertel des 15. Jahrhunderts, in denen er die Geografie von Ptolemäus neu herausgab. Die prächtig ausgemalten und mit Karten versehenen Manuskripte sind in der Vatikanischen Bibliothek überliefert. Für hohe geografische Breiten führte Germanus dabei eine neuartige Trapezprojektion ein, was seine hohe kartografische Kompetenz belegt.
Germanus arbeitete auch als Astrologe – Astrologie und Astronomie waren damals noch nicht strikt voneinander getrennt. In diesem Zusammenhang arbeitete er astronomische Tabellen aus, in denen die Planetenpositionen auf Jahre im Voraus festgehalten waren. Diese Arbeit ist verlorengegangen; erhalten hat sich dagegen ein Horoskop für Papst Paul II.
Der in einem Schreiben von Vincenz Lang an Conrad Celtis erwähnte Nicolaus Germanus wurde später als Nicolaus Copernicus interpretiert.
1477 stellte Germanus für die Vatikanische Bibliothek – nur zwei Jahre nach ihrer Eröffnung – je einen Globus von Himmel und Erde her. Belege dafür sind eine Quittung über 200 Dukaten vom 11. Dezember 1477 für „eine Arbeit von eigener Hand“. Eine Notiz vom nächsten Tag erwähnt die Zahlung von drei weiteren Dukaten für das Aufbringen des päpstlichen Wappens auf den beiden Globen sowie für eine Weltkarte. Vom 20. Dezember stammt eine weitere Notiz über vier Dukaten für zwei Abdeckungen. In dieser Notiz ist ausdrücklich die Rede von zwei Globen, wovon auf einem die Himmelszeichen und auf dem anderen eine Beschreibung der Erde (cosmographia) aufgebracht seien. Die Globen werden dann in einem Inventar von 1481 aufgeführt.
Die Marchesa von Mantua, Isabella, wollte sich je eine Kopie der beiden Globen anfertigen lassen, worüber ein Briefwechsel aus dem Jahr 1505 vorliegt. Die Marchesa schreibt darin an ihren Agenten in Rom: „Wir haben erfahren, dass es in der Päpstlichen Bibliothek zwei Globen gibt: Auf dem einen ist die Erde abgebildet, auf dem anderen die Zeichen des Himmels, das heißt der Tierkreis […].“ (Intendiamo, che ne la libraria dil papa sono due spere solide: In una è depicto el Mapamundo, in l’altra li Signi Celesti, cio è el Zodiaco […]) Aus dem Brief geht auch hervor, dass die Globen zwei Ellen hoch gewesen sein müssen.
Die Globen wurden in der Salle Pontifica (Magna Secreta) aufbewahrt. Über die Abbildungen auf den Globen ist weiter nichts bekannt. Wahrscheinlich sind sie bei der Plünderung von Rom 1527 verlorengegangen. Der Erdglobus von Germanus ist der erste Erdglobus der Neuzeit, über den Quellenmaterial vorliegt.

UK Championship

147 (Maximum Break) Schottland Stephen Hendry (2×) (1995, 1999), England Ronnie O’Sullivan (2×) (2007, 2014), England Willie Thorne (1987), England Peter Ebdon (1992), England Nick Dyson (Qual. 2000), England David Gray (2004), China Volksrepublik Ding Junhui (2008), England Andy Hicks (Qual. 2012), England Jack Lisowski (Qual. 2012), Schottland John Higgins (2012), England Mark Selby (2013), Australien Neil Robertson (2015)
Die UK Championship (derzeit auch Betway UK Championship) ist ein Profi-Snookerturnier, das zu den Turnieren der Main Tour gehört. Es ist nach der Snookerweltmeisterschaft das wichtigste Turnier im Snookersport, sowohl hinsichtlich der sportlichen Bedeutung als auch der Anzahl der Punkte für die Weltrangliste. Rekordsieger mit sechs Triumphen ist der Engländer Steve Davis.
Erstmals ausgetragen wurde das Turnier als United Kingdom Snooker Championship im Jahr 1977. Teilnahmeberechtigt waren damals nur britische Spieler (der erste Sieger, der Ire Patsy Fagan, stellte eine Ausnahme dar – er war auch im Besitz eines britischen Passes).
Ausgetragen wurde die erste Auflage im Tower Circus in Blackpool. 1978 wurde das Turnier zunächst in die Guild Hall von Preston verlegt. 1984 wurde die UK Championship für alle Spieler freigegeben und erhielt den Rang eines Ranglistenturniers.
Das Turnier zog dann häufig um. Zunächst ging es in das International Centre in Bournemouth und später in das Barbican Centre von York, wo es auch heute noch ausgetragen wird. Von 2007 bis 2010 fand die UK Championship vorübergehend im Telford International Centre in Telford statt (wie früher bereits der Grand Prix).
Bei den Sponsoren kam es zu noch mehr Wechseln. Im Laufe der Jahre waren folgende Firmen Hauptsponsor: Super Chrystalate, Tennants, Stormseal, Royal Liver Assurance, Liverpool Victoria, Powerhouse, Travis Perkins, Maplin Electronics, Pukka Pies, 12BET.com, williamhill.com und von 1978–1985, sowie seit 2014 Coral.
Bisher wurden im Rahmen der UK Championship 14 Maximum Breaks gespielt. Willie Thorne war 1987 der erste Spieler, dem ein Höchstes Break gelang. Es folgten Peter Ebdon (1992), Stephen Hendry (1995 und 1999), Nick Dyson (Qualifikation 2000), David Gray (2004), Ding Junhui (2008), Andy Hicks und Jack Lisowski (beide 2012 in der Qualifikation), John Higgins (2012), Mark Selby (2013), Ronnie O’Sullivan (2007 und 2014) und Neil Robertson (2015).
Darüber hinaus gelang Jamie Burnett 2004 eine so genannte 16-Reds-Clearance. Durch einen Free Ball zu Beginn des Frames gelang ihm ein Break von 148 Punkten, welches zugleich das bislang höchste Break in einem offiziellen Profiturnier darstellt.
1977 | 1978 | 1979 | 1980 | 1981 | 1982 | 1983 | 1984 | 1985 | 1986 | 1987 | 1988 | 1989 | 1990 | 1991 | 1992 | 1993 | 1994 | 1995 | 1996 | 1997 | 1998 | 1999 | 2000 | 2001 | 2002 | 2003 | 2004 | 2005 | 2006 | 2007 | 2008 | 2009 | 2010 | 2011 | 2012 | 2013 | 2014 | 2015
Wuxi Classic • Australian Goldfields Open • Shanghai Masters • International Championship • UK Championship • German Masters • Welsh Open • Indian Open • China Open • World Championship
6-Red World Championship • Champion of Champions • Masters • Championship League • World Seniors Championship • Snooker Shoot-Out • World Grand Prix
Players Tour Championship • Yixing Open • Paul Hunter Classic • Bulgarian Open • Gdynia Open
Australian Professional Championship • Bahrain Championship • Benson & Hedges Championship • Brazil Masters • British Open • Canadian Masters • Canadian Professional Championship • Champions Cup • Classic • Dubai Duty Free Classic • English Professional Championship • European Open • Haikou World Open • Hong Kong Open • International Open • Irish Masters • Irish Open • Irish Professional Championship • Kay Suzanne Memorial Cup • Malta Cup • Malta Grand Prix • Northern Ireland Trophy • Pot Black Cup • Power Snooker Masters • Premier League Snooker • Scottish Masters • Scottish Open • Scottish Professional Championship • South African Professional Championship • Strachan Open • Thailand Masters • Tolly Cobbold Classic • Welsh Professional Championship • World Cup • World Doubles Championship • World Masters
Portal:Billard

Homosexualität in Montenegro

Homosexualität ist in Montenegro legal, wurde aber in der Vergangenheit kaum in der Öffentlichkeit thematisiert.

Homosexualität wurde in Montenegro im Rahmen der jugoslawischen Rechtsprechung 1977 legalisiert. Im Rahmen des Unabhängigkeitsreferendums von Montenegro im Jahre 2006 wurden die bestehenden Gesetze zu homosexuellen Handlungen beibehalten. 2010 hat das Parlament ein Antidiskriminierungsgesetz beschlossen, das auch die Ungleichbehandlung aufgrund der sexuellen Orientierung verbietet.
Gleichgeschlechtliche Paare werden weder im Rahmen einer Lebenspartnerschaft noch im Wege einer gleichgeschlechtlichen Ehe anerkannt.
Montenegro gehört mit rund 600.000 Einwohnern zu den kleinsten Ländern Europas. Daher ist eine homosexuelle Community dort im Vergleich zu anderen europäischen Staaten nur in geringem Maß vorhanden. Vorwiegend begrenzt sich die Aktivität von LGBT-Organisationen auf die Hauptstadt Podgorica. Eine im Jahre 2011 geplante Demonstration für die Rechte homosexueller Paare wurde abgesagt. 2013 fand die erste Demonstration für die Rechte homosexueller Menschen („Gay Pride“) im Land statt, an welcher bis zu 200 Menschen teilnahmen. Am Rande der Demonstration kam es zu Zusammenstößen zwischen der Polizei und „nationalistischen“ Gegendemonstranten. Dabei wurden mehrere Menschen verletzt, etwa 60 Personen wurden verhaftet.
Albanien | Andorra | Belgien | Bosnien und Herzegowina | Bulgarien | Dänemark – Färöer | Deutschland | Estland | Finnland | Frankreich | Griechenland | Irland | Island | Italien | Kosovo | Kroatien | Lettland | Liechtenstein | Litauen | Luxemburg | Malta | Mazedonien | Moldawien | Monaco | Montenegro | Niederlande | Norwegen | Österreich | Polen | Portugal | Rumänien | Russland | San Marino | Schweden | Schweiz | Serbien | Slowakei | Slowenien | Spanien | Tschechien | Türkei | Ukraine | Ungarn | Vatikanstadt | Vereinigtes Königreich | Weißrussland | Zypern
Afrika | Amerika | Asien | Ozeanien