Homosexualität in Argentinien

Homosexualität ist in Argentinien gesellschaftlich weitgehend akzeptiert und in der Hauptstadt Buenos Aires befindet sich eine größere LGBT-Community. Homosexuelle Handlungen sind in Argentinien legal. Das Schutzalter liegt einheitlich bei 13 Jahren.

Auf Bundesebene bestehen keine Antidiskriminierungsgesetze zum Schutz der sexuellen Orientierung. In der Hauptstadt Buenos Aires und der Stadt Rosario hingegen sind kommunale Antidiskriminierungsvorschriften vorhanden.
Seit 2003 können gleichgeschlechtliche Paare eine eingetragene Partnerschaft in der Autonomen Stadt Buenos Aires, Río Negro und in den Städten Villa Carlos Paz und Río Cuarto in der Provinz Córdoba eingehen. Diese Partnerschaften geben weitgehend die gleichen Rechte wie eine Ehe. Eine gemeinschaftliche Adoption hingegen ist nicht möglich. Landesweit werden in einem Erlass ab Ende 2008 gleichgeschlechtliche Paare, die mindestens 5 Jahre zusammengelebt haben, in der Rentenversicherung anerkannt.
Ende Dezember 2009 heiratete das erste homosexuelle Paar in Ushuaia. Das Paar Alex Freye und Jose Maria di Bello ging als erstes Paar in Südamerika die gleichgeschlechtliche Ehe ein.
Am 5. Mai 2010 befürwortete das argentinische Parlament die landesweite Einführung der gleichgeschlechtlichen Ehe. Das Gesetz zur Eheöffnung wurde ebenso im argentinischen Senat von den Senatoren mehrheitlich angenommen. Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner unterzeichnete das Gesetz am 21. Juli 2010.
Bis in die 1980er Jahre wurden homosexuelle Menschen in Argentinien unterdrückt und waren Schikanen der Polizei ausgesetzt. Insbesondere zur Zeit der Militärdiktatur von 1976 bis 1983 herrschte im ganzen Land ein Unterdrückungssystem des Militärs, das auch homosexuelle Menschen massiv verletzte. Seit dem Ende der Diktatur in Argentinien und der Demokratisierung des Landes verbesserte sich die Situation für homosexuelle Menschen stetig. In der Hauptstadt Buenos Aires besteht eine LGBT-Community und Organisationen wie Communidad Homosexual Argentina setzen sich für die Rechte homosexueller Menschen im Lande ein.
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