Oscularia

Oscularia
Oscularia ist eine Pflanzengattung aus der Familie der Mittagsblumengewächse (Aizoaceae). Der botanische Name leitet sich vom lateinischen Wort osculum für ‚kleiner Mund‘ ab.

Die Arten der Gattung Oscularia wachsen als Sträucher mit einigen aufrechten, in der Mehrzahl jedoch ausgebreiteten bis niederliegenden Zweigen. Ihre meist glänzenden Internodien sind rötlich braun. Ihre sehr hell grauen Laubblätter sind dreieckig, an ihren Seiten konvex, dicker als breit und merklich gekielt. Bei einigen Arten sind der Blattrand und der Kiel gezähnt.
Die Blüten erscheinen in endständigen Zymen. Manchmal sind darunter weitere Zymen vorhanden und bilden so einen eindrucksvollen, zusammengesetzten Blütenstand. Bei einigen Arten sind die Blüte einzeln oder in dreiblütigen Gruppen angeordnet. Es sind fünf Kelchblätter vorhanden. Die Kronblätter sind weiß bis tief rosafarben. Die filamentösen Staminodien sind in ihrer Anzahl verschieden. Der Fruchtknoten ist von fünf Nektarien umgeben, die häufig so breit sind, dass sie einander berühren. Die Blüten sind am Tag und in der Nacht geöffnet. Sie duften nach Mandeln oder Weißdorn.
Die fünffächrigen Kapselfrüchte sind an ihrer Basis trichterförmig. Die Klappenflügel sind sehr breit und rechteckig.
Die Gattung Oscularia ist in Südafrika in den westlichen Distrikten der Provinz Westkap verbreitet. Die Arten wachsen in Regel felsigen Orten, häufig in Spalten.
Die Erstbeschreibung der Gattung durch Gustav Schwantes wurde 1927 veröffentlicht. Die Typusart ist Oscularia deltoides. Die Gattung Oscularia umfasst folgende Arten:

Franz Sawicki

Franz Sawicki (* 13. Juli 1877 in Gardschau, bei Schöneck, Westpreußen; † 8. Oktober 1952 in Pelplin, Polen) war deutsch-polnischer Theologieprofessor, dessen Erhebung zum Bischof von Danzig 1938 von den Nazis vereitelt wurde.

Sawicki, Sohn eines Lehrers, wurde nach dem Studium der Theologie im damals zu Preußen gehörenden Bistum Pelplin zum Priester geweiht. Anschließend studierte er in Freiburg im Breisgau weiter Theologie und Philosophie und wurde aktives Mitglied der katholischen Studentenverbindung Brisgovia im KV. Kurz nach seiner Promotion in Theologie in Freiburg wurde er als Professor an das Priesterseminar in Pelplin berufen.
Sawicki verfasste zahlreiche Schriften, die sich bei den deutschen Katholiken bis zum Ersten Weltkrieg großer Beliebtheit erfreuten, die von ihm angestrebte Berufung an eine deutsche Universität kam jedoch nicht zustande.
Wie fast ganz Westpreußen fiel Pelplin 1920 durch den Vertrag von Versailles an Polen. Sawickis Muttersprache war Deutsch, polnisch hatte er erst auf der Schule gelernt. Westpreußen durften nur in ihrer Heimat bleiben, wenn sie für Polen optierten. Sawicki entschied sich, in Pelplin zu bleiben. Er wurde dann dort Domkapitular, Dompropst und Päpstlicher Hausprälat. Die Katholische Universität Lublin ernannte ihn zum Ehrendoktor. Als er Professor an der Universität Warschau werden sollte, lehnte er dies „wegen seiner nicht perfekten polnischen Sprachkenntnisse“ ab.
1938 trat der Bischof von Danzig, Graf O’Rourke, von seinem Amt zurück. Papst Pius XI. ernannte daraufhin Sawicki zum neuen Bischof von Danzig. Dagegen opponierten vehement die Nationalsozialisten, die auch im Freistaat Danzig an der Macht waren, weil der Bischofssitz Danzig nicht von einem polnischen Staatsangehörigen besetzt werden sollte. Dabei war Sawicki an sich Deutscher und hatte sich immer aus den Volkstumskämpfen herausgehalten.
Der Heilige Stuhl gab nach. Sawicki gab seine Ernennungsurkunde zurück. Aufgrund des Vorschlags des Apostolischen Nuntius’ Cortesi in Warschau wurde Carl Maria Splett dann der neue Bischof von Danzig.
Nach dem Überfall Deutschlands auf Polen wurden von der Gestapo am 20. Oktober 1939 in Pelplin das gesamte Domkapitel und sonstige Kleriker ermordet. Sawicki blieb jedoch verschont, weil er kurz vorher zum Schein von einem deutschen Heeres-Archivar verhaftet und in ein Kloster gebracht worden war.
Sawicki starb am 8. Oktober 1952 in seiner Heimatstadt Pelplin.

Veit Winsheim der Jüngere

Veit Winsheim der Jüngere (* 1521 in Ofen; † 13. November 1608 in Hamburg) war ein ungarischer Rechtswissenschaftler.
Der Sohn des Veit Winsheim immatrikulierte sich im Sommersemester 1540 an der Universität Wittenberg. Dort erwarb er sich im Juli 1545 den Baccalaureus und am 10. August 1551 den Grad eines Magisters der Artes liberales. Nach seiner Aufnahme in den Senat philosophischen Fakultät am 18. Oktober 1554 verfolgte er ein juristisches Studium. Dazu bezog er 1. August 1555 die Universität Padua und promovierte dort am 27. Juli 1556 zum Doktor beider Rechte. Am 28. März 1557 verpflichtete sich Winsheim zwei Jahre in Padua zu bleiben, woraufhin man ihm die Professur über Bartholus übertrug. Da er seinen Entschluss im Nachhinein bereute, suchte er in der Folgezeit, sich von seiner Verpflichtung zu befreien.
Jedoch bestand man auf seine Verpflichtung. Auch eine heimliche Reise am 6. Mai 1557 nach Bologna zur Durchsetzung seines Anliegens brachte keinen Erfolg. 1559 kehrte er nach Wittenberg zurück, hielt an der juristischen Fakultät Vorlesungen zu Themenbereichen der Institutionen und übernahm 1561 die Professur der Pandekten. Neben der Professur wurde er zudem Rat des sächsischen Kurfürsten August von Sachsen. Nachdem er 1581 die Konkordienformel unterschrieben hatte, geriet er jedoch in Missstimmung gegen seinen sächsischen Kurfürsten. Dieser hatte ihm die Ratsbesoldung in Höhe von 200 Gulden entzogen.
Nachdem Winsheim im Wintersemester 1574 und 1580 Rektor der Wittenberger Akademie und im Wintersemester 1563, sowie Sommersemester 1575 Prorektor der Wittenberger Hochschule gewesen war, wechselte er in dänische Dienste. Am 9. Dezember 1587 wurde er königlich-dänischer Rat Friedrichs II. von Dänemark und 1590 Dechant der Kathedralkirche in Hamburg.
Literarisch trat Winsheim nicht besonders in Erscheinung. Aus seiner Feder stammen verschiedene Programme in Verbindung zu seiner Wittenberger Lehrtätigkeit, auch eine Oratio de Alberto, Duce Saxoniae. Er gab Thucydidis Atheniensis historiae de Bello Peloponnesio libri VIII. e. Graeco sermone in latinam linguam conversi a Vito Winshemio patre, artis med. doctore (Wittenberg 1580) seines Vaters heraus.
Veit Winsheim der Jüngere war zwei Mal verheiratet. Seine erste Ehe schloss er 1559 mit Euphrosyna (* Januar 1536 in Wittenberg; † 13. März 1563 ebenda), der Tochter des Gregor Brück. Nach dem Tod seiner ersten Frau ging er 23. August 1563 seine zweite Ehe mit Anna († 13. Februar 1588 in Wittenberg), die Witwe des Hieronymus Gareis und Tochter des Amtsvormeisters in Marienberg Georg Stümpfel und dessen Frau Catharina (geb. Hühnerkopf) ein. Von den Kindern kennt man:

Hypnum sauteri

Hypnum sauteri
Hypnum sauteri ist ein pleurokarpes Laubmoos aus der Familie Hypnaceae, das nach dem Tiroler Arzt Anton Sauter (1800–1881) benannt ist. Deutsche Namen sind Zierliches Schlafmoos oder Sauters Schlafmoos.

Die Pflanzen dieser Moosart sind sehr klein, bis 2 Zentimeter lang, und bilden mit den kriechenden und unregelmäßig gefiederten Stämmchen gelbgrüne bis goldbraune, dem Untergrund meist fest anhaftende Überzüge. Die einseitswendigen, aus breiter Basis lanzettlich pfriemenförmigen, sichelförmig bis kreisrund gebogenen Blätter sind nur bis 0,3 Millimeter breit und ganzrandig bis schwach gezähnelt. Eine Blattrippe fehlt oder ist schwach angedeutet. Es sind nur wenige quadratische bis rechteckige Blattflügelzellen vorhanden. Die Zellen der Blattmitte sind 25 bis 60 µm lang, gewöhnlich nicht getüpfelt und dickwandig, die der Blattbasis breiter, verlängert-rechteckig, gelblich und getüpfelt. Die nur spärlich vorhandenen Pseudoparaphyllien sind breit-lanzettlich bis eiförmig. Der Stämmchenquerschnitt weist keinen Zentralstrang und keine hyaline Außenrinde auf.
Die Sporophyten besitzen eine bis 17 Millimeter lange, rötlich-braune Seta, eine geneigte bis waagrechte, gekrümmte und längliche Kapsel mit kegeligem, kurz und stumpf geschnäbeltem Deckel. Das Moos ist monözisch. Es fruchtet häufig.
Hypnum sauteri mit subarktisch-subalpiner Verbreitung kommt nur in Europa vor. Das Moos ist kalkliebend und wächst auf feuchtem Gestein in schattigen bis lichten Lagen in montanen bis subalpinen Höhenlagen.

Shahid Kapoor

Shahid Kapoor (Hindi: शाहिद कपूर, Śāhid Kapūr; * 25. Februar 1981 in Bombay) ist ein indischer Schauspieler und Model, der für seine Hindi-Filme bekannt ist. Von vier Filmfare Award Nominationen gewann er zwei, unter anderem für den besten Schauspieler für seine Darbietung in Shakespeares Hamlet Adaptation Haider (2014).

Shahid Kapoor ist der Sohn des Schauspielers Pankaj Kapoor und Neelima Azeem. Die beiden ließen sich scheiden als er drei Jahre alt war. Er wuchs bei seiner Mutter auf. Mütterlicherseits ist Shahid Kapoor ein Urenkel des Regisseurs Khwaja Ahmad Abbas.
Am 7. Juli 2015 heiratete Kapoor die Studentin Mira Rajput in einer Zeremonie in Delhi.
Er studierte Tanz und erhielt dadurch einige Rollen in Musikvideos, sowie auch in Filmen. In dem Film Dil To Pagal Hai – Mein Herz spielt verrückt (1997) hatte er als Hintergrundtänzer in dem Song Le Gaye mitgetanzt. Zwei Jahre später wurde er wieder als Hintergrundtänzer in dem Song Kahin aag lage lag jaye (Taal 1999) an der Seite von Aishwarya Rai eingesetzt.
Sein Debütfilm Ishq Vishk war mäßig erfolgreich, dennoch gewann er den Filmfare Award 2003 für das beste Debüt, sowie den Star Screen Awards und den Zee Cine Award. 2004 folgten zwei weitere Filme. Fida, mit Kareena Kapoor und Fardeen Khan und Dil Maange More, eine romantische Komödie mit Soha Ali Khan, Tulip Joshi und Ayesha Takia. Mit seinem Halbbruder Ishaan spielte er gemeinsam in dem Film Vaah! Life Ho Toh Aisi!. Bevorzugt spielt er in Filmen den romantischen Helden, häufig zusammen mit Kareena Kapoor und Amrita Rao. Für seine Arbeit in dem Film Shikhar bekam er eine Nominierung für den Star Screen Award/Bester Hauptdarsteller. 2006 spielte Shahid in dem Comic-Thriller 36 China Town, der nur mäßig erfolgreich war. Im Sommer 2006 machte Shahid zusammen mit anderen Bollywood-Stars wie Salman Khan, Kareena Kapoor, John Abraham, Esha Deol, Mallika Sherawat und Zayed Khan eine Welttournee.
Seinen großen Durchbruch hatte Shahid dann nach Vivah mit Jab We Met 2007 an der Seite seiner damaligen Freundin Kareena Kapoor, die sich aber kurz nach dem Dreh von ihm trennte. In 2009 spielte Shahid Kapoor zusammen mit Rani Mukerji in Mein Herz ruft nach Liebe – Dil Bole Hadippa!. Der Film war kein kommerzieller Erfolg. Im Jahr 2009 spielte Shahid an der Seite von Priyanka Chopra eine Doppelrolle, wo er sowohl einen positiven als auch negativen Charakter spielte und zudem er auch stottern und lispeln musste. Für den Film Haider (2014) rasierte sich Kapoor seine Haare ab. Seine Rolle bekam Zuspruch von den Kritikern, die eine Adaption von Shakespeares Hamlet ist. Er produzierte den Film und ist neben Tabu und der Newcomerin Shraddha Kapoor zu sehen. Für seine Darbietung gewann er den Stardust Award und den Filmfare Award in den Kategorien bester Drama Schauspieler und bester Schauspieler. Haider ist der erste indische Film, der auf dem Rome Film Festival gezeigt wurde und gewann den People Choice Award.
Shahid hat einen kurzen Tanzauftritt im Lied Punjabi Must in Action Jackson. Nach R… Rajkumar sind Shahid Kapoor und Sonakshi Sinha für eine kurze Zeit, wieder zusammen auf der Leinwand zu sehen.

ATP Boston

Das ATP-Turnier von Boston (offiziell U.S. Pro Tennis Championships) ist ein ehemaliges US-amerikanisches Herrentennisturnier, das in Boston, Massachusetts ausgetragen wurde. Rekordsieger in der Open Era ist Björn Borg mit drei Titeln, im Doppel konnte Andrés Gómez das Turnier dreimal gewinnen und ist damit Doppelrekordsieger. Vor 1968 gewann Pancho Gonzales das Turnier achtmal, da wurde das Turnier allerdings noch nicht in Boston ausgetragen.

Die erste Austragung fand bereits 1927 statt, damals noch in Manhattan. Schon nach einem Jahr wechselte das Turnier nach Forest Hills, den früheren Austragungsort der US Open. Nach 1932 wechselte das Turnier mehrmals die Standorte und wurde in verschiedenen Clubs in New York, Chicago, Los Angeles und West Virginia ausgetragen, bevor es nach dem Zweiten Weltkrieg wieder in Forest Hills seine Heimat fand. Von 1952 bis 1962 wurde das Turnier in verschiedenen Standorten in Cleveland ausgetragen, bevor es – nach einem einjährigen Intermezzo in Forest Hills – ab 1964 seinen endgültigen Standort im Longwood Cricket Club in Boston fand.
Das Turnier war vor 1968 ein Profi-Turnier und war unter diesen eines der angesehensten; gemeinsam mit dem Wembley Championship in London und den French Pro Championships in Paris war es eines der drei „Profi-Grand-Slam-Turniere“, den Professional World Singles Tournaments. Nach 1968 in der Open Era verlor das Turnier natürlich diesen Status, wurde aber der Teil der Grand Prix Tennis Tour, dem Vorläufer der ATP World Tour. Innerhalb dieser Tour war es von 1970 bis 1977 Teil der Grand Prix Championship Series, vergleichbar mit der heutigen ATP World Tour Masters 1000-Series. In den Jahren 1990 bis 1995 war das Turnier dann nur noch ein Exhibition-Event. In der Saison 1997 wurde das Turnier wieder Teil der ATP Tour, allerdings wurde es nach nur drei Austragungen endgültig eingestellt.
Der Belag wechselte sehr oft in der Geschichte des Turniers, zunächst wurde auf Rasen gespielt, danach je nach Austragungsort auf Sand oder Rasen. Als das Turnier in Cleveland ausgetragen wurde, spielte man auf Indoor-Hartplätzen, in Boston dann zunächst wieder auf Rasen. In der Open Era spielte man dann anfangs einige Jahre auf Hartplatz, bevor man 1974 gemeinsam mit den US Open auf Har-Tru-Sandplätze wechselte. Während man bei den US Open nach drei Jahren auf Hartplatz wechselte, behielt das Turnier in Boston seinen Sandplatzbelag. Erst im Jahr 1992 entschloss man sich ebenfalls auf Hartplätzen zu spielen, dies wurde bis zur Einstellung des Turniers 1999 so belassen.
Championnat International de France Professionnel | Wembley Championship | U.S. Pro Tennis Championships
1968 | 1969 | 1970 | 1971 | 1972 | 1973 | 1974 | 1975 | 1976 | 1977 | 1978 | 1979 | 1980 | 1981 | 1982 | 1983 | 1984 | 1985 | 1986 | 1987 | 1988 | 1989 | 1990–1996 | 1997 | 1998 | 1999

Berlin Thunder

Das American-Football-Team Berlin Thunder war von 1999 bis 2007 Mitglied der NFL Europa. Berlin Thunder hatte das Team der London Monarchs im europäischen Ableger der National Football League abgelöst.

Bei der offiziellen Bestätigung der neunten Liga-Franchise wurde 1998 der zuvorige DSF-TV-Kommentator Michael Lang als General Manager vorgestellt. Nach einem Aufruf in den Medien an die Öffentlichkeit, Namensvorschläge für das Hauptstadtteam einzusenden, wurden am 16. November 1998 der Name „Berlin Thunder“ und das markante Hammer-Logo im Planetarium am Insulaner präsentiert.
Austragungsstätte der Heimspiele von Berlin Thunder war zunächst der Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark in Berlin-Prenzlauer Berg. Nach Anlaufschwierigkeiten in der Premierensaison unter Head Coach Wes Chandler (3-7 Siege, 1999) zog Berlin Thunder unter dem neuen Chef-Trainer Peter Vaas (2000–2003) in den Jahren 2001 und 2002 in das World-Bowl-Finale ein. Beide Endspiele wurden gewonnen, 2001 in Amsterdam im World Bowl IX gegen die Barcelona Dragons (24:17), 2002 in Düsseldorf im World Bowl X gegen Rhein Fire (26:20). Es war zudem die einzige erfolgreiche Titelverteidigung in der NFL Europa.
In der Saison 2003 zog man aufgrund der besseren infrastrukturellen Lage in das bekanntere Berliner Olympiastadion um. Durch den Umzug konnte der Zuschauerdurchschnitt noch schneller als zuvor erhöht werden, der Rekordschnitt wurde 2005 mit 16.848 Fans pro Spiel aufgestellt. Im fünften Heimspiel 2005 gegen die Cologne Centurions wurde mit 20.927 Fans die höchste Zuschauerzahl bei einem Spiel erreicht.
Vor der NFL Europe Saison 2004 übernahm Rick Lantz den Head-Coach-Posten von Peter Vaas, der zum neu gegründeten Liga-Konkurrenten Cologne Centurions wechselte. Nach einer fast perfekten Saison mit 10-1 Siegen unter Quarterback Rohan Davey (allocated von den New England Patriots) gewann Berlin Thunder den dritten World-Bowl-Titel (30:24 gegen die Frankfurt Galaxy im World Bowl XII, Arena AufSchalke, Gelsenkirchen) der Teamgeschichte.
Im Herbst 2005 wurde der bisherige General Manager Michael Lang durch den Deputy General Manager und Sales und Marketing Director Joe Cealera abgelöst. Letztmals zogen die Berliner 2005 noch einmal in den World Bowl XIII in der LTUarena (Düsseldorf) ein, der mit 27:21 aber erstmals an die Amsterdam Admirals ging.
In der Saison 2006 sanken die Zuschauerzahlen bei Berlin Thunder wie auch allen anderen NFLE-Teams, was vor allem mit einem vorgezogenen Saisonstart aufgrund der FIFA-WM zurückzuführen war. In der Saison 2006 trug Berlin Thunder dann sogar aufgrund des engen Terminkalenders der FIFA-Fußball-WM 2006 das fünfte Heimspiel noch einmal in der „alten Heimat“, im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark, aus. Mit 2 Siegen, 7 Niederlagen und einem Unentschieden (17:17 in Hamburg, zweites Remis der Ligageschichte) wurde die Saison abgeschlossen.
Im Januar 2007 gab Rick Lantz, der zum Ligarivalen Rhein Fire wechselte, den Staffelstab als Head Coach von Berlin Thunder an John Allen weiter, der 2003 bereits als Wide Receivers Coach in Berlin tätig war und die drei Jahre zuvor die erfolgreiche Offense der Amsterdam Admirals verantwortete.
3-7-0 | PF: 173 | PA: 308 | Platzierung: 6. Die von Wes Chandler trainierte Mannschaft verlor in ihrer ersten Saison zunächst vier Spiele hintereinander, bevor das Heimspiel gegen die Amsterdam Admirals gewonnen werden konnte. Am Ende standen 3 Siege 7 Niederlagen gegenüber und Thunder belegte Platz 6 in der NFL Europe.
4-6-0 | PF: 189 | PA: 249 | Platzierung: 6. Nach dem Wechsel von Wes Chandler zu den Dallas Cowboys in die NFL wurde Peter Vaas, bislang Offensive Assistant bei den Barcelona Dragons, Chef-Trainer der Berliner. Zwar stand man nach dem dritten Spieltag ganz oben in der Tabelle, am Ende reichte es aber mit 4 Siegen und 6 Niederlagen wieder nur für den letzten Tabellenplatz.
6-4-0 | PF: 270 | PA: 239 | Platzierung: 2. | WorldBowl IX Champion Auch im Jahr 2001 sollte das erste Saisonspiel verloren gehen. Doch danach wurde noch sechsmal gewonnen, so dass Thunder am Ende mit sechs Siegen und vier Niederlagen Tabellenzweiter und damit erstmals Teilnehmer am World Bowl Finale der NFLE wurde. Das Endspiel in der Amsterdam Arena gewannen die Berliner gegen die Barcelona Dragons mit 24-17 und sicherten sich somit erstmals den Titel World Bowl Champion.
6-4-0 | PF: 231 | PA: 188 | Platzierung: 2. | WorldBowl X Champion Die Mannschaft von Peter Vaas startete wieder nur mäßig in die Saison. Drei knappen Niederlagen folgten aber drei Siege, am Ende standen sechs Siege und vier Niederlagen zu Buche. Wieder war Berlin Thunder Tabellenzweiter und für den World Bowl qualifiziert. Das Endspiel wurde im Düsseldorfer Rheinstadion, in dem auch der Endspielgegner Rhein Fire seine Heimspiele bestritt, ausgetragen. Mit einem 26:20 Erfolg verteidigten die Berliner als erstes NFLE-Team überhaupt ihren Titel.
3-7-0 | PF: 248 | PA: 318 | Platzierung: 6. Die von Verletzungspech verfolgte Mannschaft verlor im Jahr 2003 gleich die ersten vier Partien der Saison. Es folgten im Laufe der Saison nur noch drei Siege, denen am Ende sieben Niederlagen gegenüberstanden. Damit konnte Thunder wieder einmal nur den letzten Platz belegen.
9-1-0 | PF: 286 | PA: 196 | Platzierung: 1. | WorldBowl XII Champion Deutlich besser verlief die Saison 2004. Der in US-Footballkreisen weithin bekannte und geachtete Rick Lantz übernahm die Mannschaft als Headcoach, und führte sie zum Auftakt der Saison zu fünf Siegen in Folge. Am sechsten Spieltag musste Berlin Thunder die erste und einzige, zudem äußerst knappe, Niederlage bei den Cologne Centurions hinnehmen. Mit neun Siegen und einer Niederlage stand Thunder als Tabellenführer zum dritten Mal im World Bowl. Im Finale traf Berlin Thunder in der Arena AufSchalke auf die Frankfurt Galaxy. Die Berliner entschieden die Partie mit 30:24 für sich und konnten den dritten Titel in vier Jahren feiern.
7-3-0 | PF: 241 | PA: 191 | Platzierung 1. | WorldBowl XIII Teilnehmer In der Saison 2005 konnte sich Berlin unter der Leitung von Rick Lantz erneut vorzeitig für das Finale qualifizieren. Nach einer Niederlage der Cologne Centurions am neunten Spieltag stand Berlin als Tabellenerster und Endspielteilnehmer fest. Finalgegner waren die Amsterdam Admirals, die das Spiel in Düsseldorf mit 27:21 schließlich für sich entschieden. Berlin Thunder hatte erstmals in seiner Teamgeschichte ein Finale verloren, war seinerzeit aber mit 4 Endspielteilnahmen (davon 3 Siegen) in 7 Spielzeiten das erfolgreichste Team der Liga. Quarterback Dave Ragone (Houston Texans) wurde nach der Saison als „NFLE Offensive MVP“ ausgezeichnet, Linebacker Rich Scanlon als „NFLE Defensive MVP“.
2-7-1 | PF: 167 | PA: 227 | Platzierung 6. Die Mannschaft konnte mit nur 2 Siegen nie an die stolzen Bilanzen der Vorgängerteams anknüpfen. In Woche 3 wurde mit einem 17:17 bei den Hamburg Sea Devils das erst zweite Unentschieden der Liga-Geschichte erzielt, das die Berliner erst in letzter Sekunde der regulären Spielzeit sicherten. Das fünfte und letzte Heimspiel wurde gegen den späteren World Bowl Champion Frankfurt Galaxy an alter Wirkungsstätte im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark bestritten und nur knapp mit 13:14 verloren. Zum Umzug war es wegen der Fußball-WM 2006 gekommen, wegen der ab Mai das Olympiastadion für die Spiele vorbereitet werden musste.
In der letzten Saison der Liga verlor Berlin Thunder erstmals alle Heimspiele. Dies war Thunders letzte Saison, da die NFL ihre Tochterliga NFL Europa am 29. Juni 2007 mit sofortiger Wirkung aufgelöst hat.

Amsterdam Admirals | Berlin Thunder | Cologne Centurions | Frankfurt Galaxy | Hamburg Sea Devils | Rhein Fire

Last Week Tonight with John Oliver

Last Week Tonight with John Oliver (häufig verkürzt als Last Week Tonight) ist eine US-amerikanische satirische Late-Night-Talk- und News-Show, die seit dem 27. April 2014 sonntags auf den Pay-TV-Kanälen von HBO in den Vereinigten Staaten und Kanada ausgestrahlt wird. Die halbstündige Show wird von John Oliver moderiert.

Last Week Tonight ist eine satirische Nachrichtensendung, in der aktuelle Ereignisse kommentiert werden. Damit lehnt sie sich inhaltlich an die Daily Show an, bei der John Oliver zuvor tätig war. Anders als in der Daily Show bilden aber auch investigative Elemente einen Schwerpunkt. In einigen Folgen sind Studiogäste eingeladen. Unüblich für ein Comedy-Format sind ausgedehnte Segmente; mit bis zu 22 Minuten Dauer übertreffen diese teils Segmente von einstündigen Sendungen.
Große Teile der Sendung, besonders auch die langen Segmente, werden regelmäßig auf dem eigenen YouTube-Kanal veröffentlicht. Mehrere Videos haben sich in den Vereinigten und anderen Staaten zu viralen Videos entwickelt. In Deutschland hat sich vor allem ein Segment über die Struktur der FIFA, das kurz vor der Fußball-Weltmeisterschaft 2014 ausgestrahlt wurde, stark in den sozialen Netzwerken verbreitet.
Im Februar 2015 gab HBO bekannt, auch eine dritte und vierte Staffel der Sendung zu finanzieren.
Die Sendung wurde 2015 für einen PGA-Award nominiert und gewann bei den Writers Guild of America Awards den Preis für die beste Comedy- oder Varietésendung.

Papua-Weichschildkröte

Papua-Weichschildkröten (Carettochelys insculpta)
Die Papua-Weichschildkröte (Carettochelys insculpta) kommt in Neuguinea und im Norden von Australien vor allem in größeren Flüssen wie dem Fly River vor und geht auch in das Brackwasser der Flussmündungen. Sie ist die einzige rezente Art der Familie Carettochelyidae, die anderen Arten und Gattungen wie Allaeochelys sind ausgestorben.

Ausgewachsene Tiere von Carettochelys insculpta können eine Panzerlänge von bis zu 50 cm erreichen. Der Panzer hat noch alle Platten, aber keine Hornschilde mehr. Stattdessen ist er auf der Oberseite mit einer lederartigen, dicken Haut überzogen. Die Oberseite des Panzers und der Beine sowie der Kopf sind dunkeloliv, der Bauchpanzer und die Unterseiten der Beine und des Halses sind gelblichrosa gefärbt. Die flossenartigen Gliedmaßen haben nur zwei freie Krallen. Die Iris der Augen ist rosa, der Kopf läuft in einem stumpfen Rüssel aus.
Die Papua-Weichschildkröte ist eine gute Schwimmerin, hält sich vor allem am Gewässergrund auf und kommt nur kurz zum Atmen an die Wasseroberfläche. Sie kann sehr lange unter Wasser bleiben und nimmt Sauerstoff wahrscheinlich auch durch die gut durchblutete Mundhöhle oder durch die Analsäcke auf. Ihre Nahrung besteht vor allem aus Fischen, Weich- und Krebstieren. Weniger wichtig ist pflanzliche Nahrung.

Landesmusikakademie NRW

Die Landesmusikakademie NRW (LMA) ist eine landeszentrale Einrichtung für die musikalische Aus-, Fort- und Weiterbildung sowie ein Tagungsort für Musiktreibende für musikalische Laien und Nachwuchsmusiker im Zentrum von Nienborg, einem Ortsteil von Heek. Sie greift satzungsgemäß „aktuelle Strömungen im Musikleben Nordrhein-Westfalens auf und verbindet ihre musikpädagogische Zielsetzungen mit kreativen künstlerischen Aufgaben.“ Die LMA steht auch Gästen außerhalb des Landes Nordrhein-Westfalen offen. Die Einrichtung besteht seit dem 18. August 1989.

Im Jahr 1983 entstand im „Langen Haus“, einem ehemaligen Burgmannshaus aus dem Jahr 1554 der Ringburganlage Nienborg (1198), das ursprüngliche Domizil. Es folgte der Bau von zwei Gästehäusern in unmittelbarer Nachbarschaft und einer Mensa mit „Haus Wilpers“ aus dem 16. Jahrhundert. Nachdem 1995 am Ortsrand der Gemeinde ein weiteres Gästehaus angemietet werden konnte, ermöglichten Landesmittel den Erwerb und Umbau eines Bürgerhauses auf dem Burggelände zu einem weiteren Gästehaus. Es steht seit 2003 dem gehobenen Bedarf zur Verfügung. Fußläufig neben diesem historischen Ensemble gelegen, befindet sich das Musikzentrum als Kernbereich der Akademieeinrichtung. Im funktional gestalteten Neubau sind die künstlerisch-pädagogischen, technischen und administrativen Einrichtungen enthalten. Dazu gehören Seminarräume, Übezellen, Percussionsräume, ein Tonstudio, eine Musikbibliothek und zahlreiche Musikinstrumente unterschiedlicher Bauart und Größe. Die LMA verfügt damit über sieben Gebäude und bietet 144 Übernachtungsplätze an. Zur Anlage gehört ein mittelalterlicher Gewölbekeller der Burgstube.
Die laufende Finanzierung der Einrichtung erfolgt aus Landesmitteln, Sponsoring wie eigenen wirtschaftlichen Einnahmen. Nach Akademieangaben beläuft sich die jährliche Auslastung auf etwa 21.000 Teilnehmertage, 9.500 Gäste und über 260 Veranstaltungen (2008).
Träger der LMA ist der Verein Landesmusikakademie NRW „Burg Nienborg“. Zu seinen Mitgliedern gehören der Landesmusikrat NRW e. V., der Kreis Borken und die Gemeinde Heek. Dem Vorstand gehören die beiden Landtagsabgeordneten Thomas Sternberg (CDU) und Peter Weckmann (SPD) als Beisitzer sowie der Landrat des Kreises Borken, Dr. Kai Zwicker (CDU), als 1. stellvertretender Vorsitzender an.
Am 15. und 16. Mai 2009 feierte die LMA den 20. Jahrestag ihrer Eröffnung durch den damaligen Kultusminister Hans Schwier (SPD) mit einem Festakt – verbunden mit einem „Tag der offenen Tür“.
Zur Hilfe bei der Erfüllung der satzungsgemäßen Aufgaben der LMA und zur Förderung der Laienmusik hat sich die Gesellschaft der Freunde und Förderer der Landesmusikakademie NRW e.V. gegründet. Die ideelle wie finanzielle Unterstützung des gemeinnützigen Vereins ist für den Bildungsbetrieb, Veranstaltungen, Projekte und für die Beschaffung von Lehr- bzw. Arbeitsmaterialien vorgesehen. In der Gesellschaft engagieren sich Repräsentanten aus dem gesellschaftlichen Leben, der Politik, Verwaltung, der Wirtschaft und musikinteressierte Bürger. Im Vorstand sind als Stellvertretende Vorsitzende die NRW-Landtagsabgeordneten Hannelore Brüning (CDU) und Stefanie Wiegand (SPD) vertreten. Zu den Beisitzern gehören u.a. der Regierungspräsident der Bezirksregierung Münster, Peter Paziorek (CDU) und die ehemalige CDU-Bundestagsabgeordnete Elke Wülfing. (Stand: September 2009).
Landesmusikakademie NRW 2010. Heek, 2009; S. 4, 26